LehrplanPlus HSU 2017-06-14T11:41:23+00:00

LehrplanPLUS HSU

Für das Fach HSU in der 3. und 4. Klasse sind folgende Informationen relevant.
Der LehrplanPLUS gilt ab September 2015 in der Grundschule für die 3. Klasse.
Was ist neu am LehrplanPLUS, was ändert sich für die 3. und 4. Klassen?

HSU im LehrplanPLUS:

Im Fach HSU gibt es nach LehrplanPLUS folgende Lernbereiche für die 3. Klasse:

  1. Demokratie und Gesellschaft
  2. Körper und Gesundheit
  3. Natur und Umwelt
  4. Zeit und Wandel
  5. Raum und Mobilität
  6. Technik und Kultur -!NEU!

1. Demokratie und Gesellschaft

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Formen, Merkmalen und Regeln demokratischen Zusammenlebens in Gemeinschaften (z. B. Thema Gemeinde) sowie mit den Rechten und Aufgaben ihrer Mitglieder auseinander. Sie erkennen Unterschiede in den Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen lokal und global und lernen, diese zu verstehen und zu achten. Darüber hinaus denken die Kinder über ihr Konsum- und Medienverhalten nach (z. B. Thema Werbung und Medien). Sie entwickeln nicht nur eigene Medien- und Konsumkompetenz, sondern reflektieren auch ihr Medien- und Konsumverhalten und betrachten es kritisch.

2. Körper und Gesundheit

Indem sie sich wertschätzend mit ihrer eigenen Person (z. B. Aussehen, Stärken, Gefühle) befassen, bauen die Kinder eine positive Haltung sich selbst und anderen gegenüber auf und entwickeln Selbstkompetenz (z. B. Selbständigkeit, Selbstvertrauen). Im Rahmen der Familien- und Sexualerziehung erhalten die Kinder grundlegende Kenntnisse über die Pubertät und die Entstehung und Entwicklung menschlichen Lebens und achten auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper (z. B. Körperhygiene, Gesundheitsvorsorge, Missbrauch). Darüber hinaus wissen sie um die Bedeutung gesunder Ernährung und sinnvollen Freizeitverhaltens für ihr Wohlbefinden.

3. Natur und Umwelt

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Phänomenen in der belebten und unbelebten Natur und untersuchen dabei Pflanzen und Tiere, Bodenarten und Wetter sowie physikalische und chemische Betrachtungsgegenstände (z. B. Thema Feuer, Strom). Auch kennen sie heimische und überregionale Obst- und Gemüsesorten, beschreiben deren Herkunft und Produktion und ihre Verantwortung als Verbraucher. Sie gewinnen erste Einblicke in naturwissenschaftliche Vorgehensweisen zur Erkenntnisgewinnung (z. B. Experimentieren, Arbeiten mit Modellen) und entdecken Regelhaftigkeiten sowie Beziehungen in der Natur (z. B. Thema Wasser).

4. Zeit und Wandel

Indem sie sich mit dem Tages- und Jahresablauf, ihrer individuellen Lebensgeschichte, der Alltagsgeschichte und bedeutsamen historischen Ereignissen und Entwicklungen in ihrer Region auseinandersetzen, entwickeln die Kinder ein Verständnis für Zeit und Wandel. Durch die Rekonstruktion von Vergangenheit begreifen die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Quellen als Grundlage historischen Wissens (z. B. Thema Stadtgeschichte, Römer).

5. Raum und Mobilität

Mit verschiedenen Hilfsmitteln orientieren sich die Kinder in ihrer unmittelbaren und erweiterten Umgebung, dem Schulweg oder Stadtteil (z. B. Thema Karten). Dadurch erwerben sie eine Vorstellung von größeren räumlichen Einheiten (z. B. Thema Bayern, Deutschland, Welt). Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, sich vielseitig und sicher am Straßenverkehr zu beteiligen (Thema Verkehr, Fahrrad).

6. Technik und Kultur

Anhand von Gegenständen aus dem täglichen Leben entdecken die Schülerinnen und Schüler die Anwendung physikalischer Gesetzmäßigkeiten (z. B. Hebelgesetz, Zentrifugalkraft) zur Arbeitserleichterung. Beim Bau einfacher Modelle (z. B. von Türmen oder Brücken) beschäftigen sie sich mit den Eigenschaften und der Funktionalität realer Bauwerke. Die Schülerinnen und Schüler lernen somit technische Errungenschaften als Grundlage unserer Kultur und Arbeitswelt kennen. Indem sie die Entwicklung einfacher Werkzeuge hin zu Maschinen nachvollziehen, erhalten sie Einblick in die Konsequenzen dieses historischen Wandels für den Arbeitsprozess, den einzelnen Menschen und für die Gesellschaft.

Im Bereich Technik und Kultur geht es auch um bauen und konstruieren, um Bauten und Konstruktionen. Die Schüler lernen, wie ein Gebäude – beispielsweise eine Brücke oder ein Turm – unter dem Aspekt Stabilität und Tragfähigkeit entsteht. Sie lernen Werkzeuge und ihre Wirkung kennen, zum Beispiel einen Hebel. Technisch-physikalische Aspekte wie die Fliehkraft oder die Schwerkraft werden an Beispielen aus dem Alltag wie z. B. einer Salatschleuder oder anhand einer Waage erklärt und kennengelernt.

Auswahl Themen

Folgende Themen stehen  zur Verfügung und werden innerhalb der 6 Lernbereiche des LehrplanPLUS ausgewählt und im Unterricht behandelt.

  • Atmung
  • Auge
  • Bayern & Deutschland
  • Biber
  • Eichhörnchen
  • Ente
  • Europa | Kontinente
  • Fahrrad
  • Feuer
  • Feuerwehr
  • Gemeinde
  • Getreide und Brot
  • Karten und Maßstab
  • Kinderrechte
  • Kläranlage
  • Klassensprecherwahl
  • Kompass, Windrose
  • Magnetismus
  • Medien und Werbung
  • Milch und Butter
  • Müll
  • Ohr
  • Oktoberfest
  • Pilze
  • Römerzeit
  • Stadtgeschichte
  • Strom
  • Wald
  • Wetter

Technik und Kultur

Bild HSU Zentrifuge wird hier nicht angezeigt

HSU Zentrifuge

Erklärung der Hebelwirkung

Erklärung der Hebelwirkung

LehrplanPLUS HSU – Inhalte

Die Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven dient einer vielfältigen Vernetzung der Inhalte über die Gegenstandsbereiche hinweg. Daher kann und darf eine Perspektive niemals eindeutig und ausschließlich einem Gegenstandsbereich zugeordnet werden. So entstammt z. B. das Unterrichtsthema Wald dem Gegenstandsbereich Natur und Umwelt, in welchem besonders die naturwissenschaftliche Perspektive zum Tragen kommt. Gleichzeitig kann der Wald beispielsweise unter geographischer Perspektive (z. B. Orientierung im Wald), technischer Perspektive (z. B. Bearbeitung von Holz), historischer Perspektive (der Wald als Lebens- und Kulturraum) oder sozialwissenschaftlicher Perspektive (Nutzung und Schutz des Waldes) betrachtet werden. Das Zusammenspiel mehrerer Perspektiven ermöglicht vielfältige Zugänge zu einem Thema und dient einem nachhaltigen, dauerhaften und vielfach vernetzten Kompetenzerwerb.

Eine wichtige Neuerung ist dabei, dass die Kinder eigenständig Lerninhalte erarbeiten, präsentieren und ihren Lernweg reflektieren müssen.

LehrplanPLUS HSU – Neue Probenarten

Neue Formen der Leistungsmessung

Mit dem LehrplanPLUS werden neue Formen der Leistungsmessung in den Schulen eingeführt:

Lerntagebücher

Es werden Lerntagebücher bewertet, die von den Schülern erstellt wurden. In diesen Lerntagebüchern soll der Erkenntnisgewinn zu einem Thema selbständig festgehalten werden.

Beispiel für eine Lerntagebuchseite:

Bild Lerntagebuch hier ohne Anzeige

Lerntagebuch HSU

Portfolio

Als weitere Form der Leistungsmessung ist beim LehrplanPLUS die Benotung von Portfolios denkbar. Ein Portfolio ist ein Lernwegbegleiter, ein Buch, in dem die Schüler ihre einzelnen Werke zu einem Thema sammeln. Das Material, der Leitfaden und dazu einzelne Aufgaben sind vorgegeben. Die Kinder sammeln zu dem Thema Bilder und Fotos oder ergänzende Materialien und halten Lösungen zu einzelnen Aufgaben fest. In dem Portfolio sind zwei Aufgabentypen zu erarbeiten:

  • Pflichtaufgaben, die für alle Schüler gelten.
  • Wahlaufgaben, die aus einer Liste mit Vorschlägen von jedem einzelnen Kind selbst ausgesucht werden können.

Das Portfolio wird in der Schule erstellt. Damit ist gewährleistet, dass es eigenständig erarbeitet wurde. Bewertet wird das Portfolio nach einem vorgegeben Punkteschema. Dabei sind folgende Kriterien denkbar:

Selbständigkeit, Ordentlichkeit, Struktur, Inhalt, Vielfalt, Ausdruck

portfolio

Portfolio – Lernwegbegleiter

Praktische Arbeit

Eine weitere Art des Leistungsnachweises ist die praktische Arbeit, z. B. im Lernbereich 6 Technik und Kultur: Die Kinder sollen bauen und konstruieren. Im Klassenverband erhalten die Kinder eine Gruppenaufgabe, die theoretisch und praktisch gelöst werden soll. Auf einem Blatt sollen die Kinder ihre Ideen schriftlich oder zeichnerisch festhalten, damit sie in der Gruppe anschließend praktisch verwirklich werden können. Für diese Aufgabe lernen die Schüler zunächst im Unterricht die Merkmale für Stabilität kennen und sehen verschiedene Gebäudetypen an

Beispielaufgabe für eine bewertete Probe (als Gruppenarbeit) in der Klasse:
  • Baut in eurer Gruppe einen Turm, der möglichst hoch, stabil und originell ist.
  • Verwendet folgendes Material (wird ausgeteilt):
    Schere, Tesa, 10 Blätter Din A4, Bleistift,  Klebestift, Konstruktionsblatt
  • Zeit: Planungsphase 10 Minuten, Bauzeit 30 Minuten
  • Regeln:
    Der Turm muss aufrecht stehen
    Der Turm darf nicht am Boden oder an der Wand befestigt werden
    Die Planungsphase findet nur mit Stift und Konstruktionsblatt statt
  • Die Bauzeit beginnt erst nach dem Startsignal

 

Bewertet werden dabei nicht nur das Endergebnis hinsichtlich Stabilität und Erreichen der Zielvorgaben, sondern auch das praktische Vorgehen in der Gruppe, die Reflektion über einzelne Vorgehensweisen und die Begründung innerhalb der Gruppe für einen bestimmten Lösungsweg. Die Schüler erhalten dann einen Bewertungsbogen, auf dem die Vorgehensweise und das Ergebnis benotet werden.

Ergebnis der Konstruktionsaufgabe: Turmbeispiel

Technik und Kultur (Quelle: Elefantenklasse.de)

Technik und Kultur
(Quelle: Elefantenklasse.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fragebogen nach Fertigstellung:

Bist du mit dem Turm zufrieden? Begründe deine Antwort!

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(Mögliche Antwort: Ich bin zufrieden, weil mein Turm steht und weil er stabil ist. Er ist ein besonderer Turm, weil er drei Spitzen hat.)

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

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(Mögliche Antwort: Der Turm wackelt ein bisschen. Deshalb würde ich ihn unten breiter bauen)

Alle HSU-Proben im Download von Schule-mit-Erfolg.de sind
an den neuen LehrplanPLUS angepasst und aktualisiert worden.

Von Schülern getestet

Der überwiegende Teil meiner Proben und Übungen für gezieltes Lernen sind von meinen Schülern getestet worden,
bevor ich sie im Download einstelle. Damit können Sie sicher sein, dass Ihr Schulkind meine Aufgaben versteht und auch die Lösungen.

Auch Ihr Schulkind wird das beim Üben merken und besser vorbereitet in den Unterricht gehen.

Siegel-LehrerDie Schüler und die Eltern sind zufrieden mit Schule mit Erfolg!